Augmentierte Wahrnehmung

Augmentierte Wahrnehmung ist die Hardware-Basis des Forschungsprofils von HCIS. Smarte Brillen und andere Wearables dienen als Plattform, um Sensorik und Aktuierung nah an die menschlichen Sinne zu bringen. Weil eine Brille ohnehin am Kopf sitzt, kann sie Signale erfassen, ohne die Trägerin oder den Träger im Alltag zu stören.

Im Mittelpunkt steht unaufdringliche physiologische Sensorik: elektrodermale Aktivität (EDA), Augenbewegungen (EOG) und Körperbewegung. Aus diesen Signalen lesen die Systeme des Lehrstuhls ab, was Menschen gerade wahrnehmen und wie sie darauf reagieren.

Methoden

Der Lehrstuhl entwickelt seine Geräte selbst. Schnelles Hardware-Prototyping tragbarer Interaktionssysteme gehört zu seinen Kernkompetenzen, ebenso die physiologische Messung mit EDA-, EOG- und Bewegungssensorik. Ob ein System im Alltag trägt, zeigen empirische Evaluationen in Labor- und Feldstudien mit quantitativen und qualitativen Methoden.

Ziele

Diese Forschungslinie liefert die Geräte für die beiden anderen Linien, die kognitive Augmentierung und die digitalisierten Emotionen. Zugleich dient sie dem Ziel einer zugänglichen, barrierefreien Mensch-Maschine-Interaktion: In Living Labs mit kommunalen Partnern und Gesundheitseinrichtungen wird die Technik in realen Lebensumgebungen erprobt.

Bei der Miniaturisierung der Brillenprototypen kooperiert der Lehrstuhl mit Prof. Dr.-Ing. habil. Niels Neumann (IEI), der Hochfrequenz- und Sensorsysteme beisteuert. Prof. Dr. Andreas Reinhardt bringt energieeffiziente eingebettete Systeme und Datenanalyse ein.